Kampagnenakademie: Kommunale Wärmewende

Datum und Ort

20. – 22.02.2026
Start: Freitag 19 Uhr, Ende: Sonntag 13 Uhr
Kassel (Jugendherberge)

Gemeinsam die kommunale Wärmewende gestalten – Was erwartet dich?

  • Du lernst, wie erfolgreiche Kampagnen geplant und umgesetzt werden
  • Du vernetzt dich mit Gleichgesinnten aus ganz Deutschland
  • Du erhältst gezielte Unterstützung für deine Wärmewende-Arbeit vor Ort
  • Erfahrene Referent:innen von BUND, Greenpeace, Umweltinstitut München und GermanZero teilen ihre Expertise

Du kannst sehr gerne auch gemeinsam mit mehreren Personen aus deiner Gruppe teilnehmen – oder mit Menschen aus anderen Gruppen, Städten oder von außerhalb. Je mehr Personen aus einer Gruppe oder Kommune dabei sind, desto besser lassen sich Kampagnen planen und erfolgreich umsetzen. Bitte meldet jede teilnehmende Person über diese Anmeldemaske an.

Die Teilnahme inklusive Unterkunft und Verpflegung ist für dich kostenlos. Die Unterbringung erfolgt in Mehrbettzimmern.

Am Dienstag, den 10. Februar 2026, um 18:30 Uhr findet ein zweistündiges Online-Einführungstreffen für alle Angemeldeten statt. Das Einführungstreffen wird aufgezeichnet und allen angemeldeten Teilnehmenden zur Verfügung gestellt.

Bei Fragen vorab wende dich gerne an Isabelle Manthey über waermewende@bund.net.

Agenda

Modul 1: Was ist eine Kampagne?

Wir gehen die ersten Schritte in der Kampagenplanung an: Was ist eigentlich das Problem und was ist eine Kampagne? Um eine Veränderung zu bewirken, reicht es oft nicht aus, Unterschriften zu sammeln und ein paar vereinzelte Aktionen zu starten. Was also macht eine wirksame und erfolgreiche Kampagne aus?

Modul 2: Ziele und Kommunikation

Nichts passiert einfach so! Wer am Start schon weiß, wohin es gehen soll, macht weniger Umwege. Was gibt Orientierung bei der Planung einer Kampagne? In diesem Modul definieren wir die Ziele der Kampagne und entwickeln eine zentrale Botschaft. Statt Informationen nach dem Gießkannenprinzip zu streuen, ist es für Kampagnen elementar, verständlich und gezielt zu kommunizieren. 

Modul 3: Chancen und Risiken kennen, Verbündete finden und Adressaten bestimmen

Welche Akteur:innen spielen auf dem Feld der Kampagne mit und wie können sie zur Erreichung der Ziele beitragen? Wer kann den entscheidenden Einfluss auf den Verlauf der Kampagne ausüben? Es gilt, ein ganzes System von Stakeholder:innen genauer zu betrachten. Auch die Kenntnis von Chancen und Risiken, Stärken und Schwächen sind wichtige Voraussetzungen für eine gute Kampagnenplanung.

Modul 4: Strategie, Taktik und Ablauf

Du hast es in der Hand. Die Strategie einer Kampagne ist wie ein roter Faden und Schlüssel zum Erfolg. Nur mit einem gut durchdachten Plan kommen die die richtigen Dinge zur richtigen Zeit zum Zuge. Was soll wann und wie passieren? In diesem Modul beleuchten wir unterschiedliche Möglichkeiten aus der Praxis und anhand des Fallbeispiels. Darauf aufbauend entwickelt ihr eure Theory of Change.

Hintergrund

Wusstest du, dass noch immer 72 % der Heizungen mit fossilen Energien betrieben werden? Jahr für Jahr verfehlt der Gebäudesektor die Klimaziele. Gleichzeitig werden die Heizkosten mit Gas in den kommenden Jahren weiter steigen – unter anderem durch den CO₂-Preis und höhere Netzentgelte. Höchste Zeit also, die Wärmeversorgung in unseren Kommunen auf erneuerbare Energien umzustellen und dabei eine sozial gerechte Wärmewende sicherzustellen.

Aktuell müssen alle Städte und Gemeinden kommunale Wärmepläne entwickeln. Diese sollen aufzeigen, wie künftig vor Ort geheizt werden kann. Das ist eine wichtige Gelegenheit, darauf hinzuwirken, dass echte Lösungen wie Wärmepumpen und Wärmenetze umgesetzt werden – und nicht auf Scheinlösungen wie Wasserstoffheizungen gesetzt wird. Die Gasnetze müssen schrittweise stillgelegt werden. Auch die Fernwärme muss fossilfrei und möglichst verbrennungsfrei werden (also ohne großflächige Holzverbrennung). Hier stehen insbesondere die Stadtwerke in den kommenden Jahren vor großen Aufgaben.

Ein weiterer wichtiger Ansatzpunkt sind schlecht gedämmte Gebäude, die dringend saniert werden müssen. Das hat auch eine soziale Dimension, denn häufig leben einkommensschwächere Mieter:innen in diesen Häusern und heizen buchstäblich „zum Fenster hinaus“. 

Es gibt also viele Möglichkeiten, die Wärmewende auf kommunaler Ebene voranzubringen. Gerade in Zeiten frustrierender Rückschritte auf Bundesebene ist es umso wichtiger, dass es vor Ort konsequent vorangeht. Deshalb haben wir uns mit anderen Organisationen zusammengeschlossen, um dich dabei zu unterstützen.

Wenn du dich bereits mit dem Thema Wärmewende beschäftigst oder erste Ansatzpunkte in deiner Kommune siehst, dann sei dabei!

Wir freuen uns auf dich!

Logos des BUND, von Greenpeace, German Zero und dem Umweltinstitut München e.V.