174.000 Mails an die Bundesregierung – für klimafreundliches und bezahlbares Heizen

BUND mit rostiger Heizung vor Bundesministerium für Wirtschaft und Energie
Bild: BUND/Jörg Farys

Mehr als 29.000 Menschen haben die Politik dazu aufgefordert, das Geschenk an die Gaslobby zu stoppen. Das entspricht etwa 174.000 einzelnen E-Mails in den Postfächern der Bundesregierung. Dieses Engagement macht deutlich: Wir alle wollen keine Tricks, um fossiles Gas künstlich am Leben zu halten. Wir wollen bezahlbar heizen und echten Klimaschutz.

Doch in der Kabinettssitzung am 13.05.2026 kam die Enttäuschung: Die Bundesregierung bringt ihre klimafeindlichen Pläne weiter voran. Das Geschenk an die Gaslobby scheint ihnen wichtiger zu sein als ein warmes Zuhause für alle Bürger*innen. 

Darum machen wir vom BUND weiter!

  • Wir klären auf, wie klimaschädlich und gefährlich der Gaskurs der Bundesregierung ist und welche Alternativen es gibt. So haben wir jüngst berechnet, wie hoch die Kosten für Verbraucher*innen durch das Gebäudemodernisierungsgesetz werden. Zudem bereiten wir Studien vor, wie Städte ihre Wärmeversorgung planen und Fernwärme grüner werden kann.
  • Wir erzeugen Druck mithilfe von Protestaktionen und Kampagnen. So bereiten wir zurzeit gemeinsam mit anderen Organisationen Ende Mai eine große Klimademonstration in Hamm vor. Und mit dem Tag des offenen Heizungskellers im November machen wir die Wärmewende für alle erlebbar.
  • Wir klagen notfalls gegen die unzureichende Klimapolitik und den Bau neuer Gasinfrastruktur wie LNG-Terminals. Und wir prüfen Gesetzesverstöße juristisch. Das Geschäft mit fossilem Gas ist riesig und stark verflochten. Hier ist mühsame Kleinarbeit dringend nötig, um fundiert gegen Gaskonzerne vorgehen zu können.

Doch dafür sind wir weiterhin auf Hilfe angewiesen. Mit einer Spende setzen Sie sich entschlossen für den Klimaschutz, bezahlbare Wärme und eine lebenswerte Zukunft ein. Sind Sie dabei?

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Hintergundinformationen:

  • Nach Berechnungen des Wuppertal Instituts und des IW Köln könnten die Gaspreise durch eine Beimischungsquote bis 2040 um bis zu 25 Prozent steigen. Zudem sind bereits heute Biomethan-Gastarife im Schnitt 15 Ct/kWh teurer, wenn sie mindestens 65 Prozent Biomethan enthalten.

    Weil mehr Menschen das Gasnetz in Richtung Wärmepumpe oder Wärmenetze verlassen, wird es nochmal teurer für verbleibende Gaskund*innen, weil die Netzentgelte steigen.

    Sie könnten sich bis 2045 verzehnfachen und für einen Drei-Personen-Haushalt bis zu 4300 Euro pro Jahr betragen. Die höheren Kosten belasten vor allem Mieterinnen und Mieter, die nicht selbst darüber bestimmen können, welche Heizung eingebaut wird, sowie Haushalte mit geringem Einkommen.