Alter Wald statt neue Straßen

Der Dannenröder Wald ist in sehr großer Gefahr. Der rund 250 Jahre alte, gesunde Laubmischwald in Hessen versorgt gemeinsam mit dem Herren­wald eine halbe Million Menschen mit sauberem Trink­wasser. Ab 1. Oktober soll er teilweise fallen – für den Bau der Autobahn 49. Der Plan ist, den Wald in zwei Teile zu teilen, ihn zu durch­schneiden für die Schnellstraße. Die Folgen für das gesamte Ökosystem wären verheerend und nicht wie­der­gutzumachen.

Dabei ist der Wald ein herausragendes Beispiel für nachhaltige Forst­wirt­schaft. Gerade alte Laubwälder bieten zahlreichen Tieren, Pflanzen und Pilzen einen idealen Lebensraum. Sie speichern klimaschädliches CO2 und helfen damit auf ganz natürliche Weise, die Klimaer­hitzung effektiv zu verlangsamen.

Jeder Baum zähltAber auch die Wälder leiden unter der Klimakrise: Nur noch jeder fünfte Baum in Deutschland ist gesund, ganze Waldbestände brechen unter den Folgen von Hitze, Dürre und Stürmen zusammen. Umso wichtiger ist es, gesunde Wälder bestmöglich zu schonen und zu bewahren. Es darf nicht sein, dass ein intakter Laubwald mit seinem einzigartigen Ökosystem für den Bau einer Autobahn und damit einer veralteten Verkehrspolitik geopfert wird.

Die Bundesregierung muss endlich umdenken. Der weitere Autobahnausbau gehört für ganz Deutschland auf den Prüfstand. Minister Scheuer muss endlich mit einer klimagerechten Verkehrspolitik beginnen. Wir fordern: Infrastruktur­planung an Klima-, Natur- und Umweltschutz ausrichten! Dannenröder Wald nicht abholzen! Den Weiterbau der A49 stoppen!

Die Rodungssaison hat begonnen! Wir haben kaum noch Zeit, die Sägen zu stoppen. Helfen Sie uns bitte jetzt und schicken Sie eine Mail an Bundesverkehrsminister Scheuer und den hessischen Verkehrsminister Al-Wazir.

Ihre Nachricht:

Sehr geehrter Herr Bundesminister Scheuer, sehr geehrter Herr Staatsminister Al-Wazir,

ich appelliere an Sie: Die geplante Rodung des Dannenröder Waldes und der Weiterbau der Autobahn A 49 müssen sofort gestoppt werden. In Zeiten von Klimakrise und Waldkrise dürfen keine alten Wälder für neue Autobahnen gerodet werden! Das ist Verkehrspolitik von gestern!

Dass weiter daran festgehalten wird, den wertvollen Laubwald für ein unnötiges und gestriges Straßenprojekt zu opfern, zeigt auf, was in der bundesdeutschen Verkehrspolitik noch immer falsch läuft. Noch immer werden im großen Stil Autobahnen und Bundesstraßen geplant und gebaut, ohne dabei die Belange der Umwelt und des Klimas ausreichend zu berücksichtigen. Die Bundesregierung muss endlich umdenken und ihre gesamte Infrastrukturplanung an Klima- und Umweltschutz ausrichten.

Für diese Neuausrichtung haben Sie schon 2021 Gelegenheit: Mit der anstehenden Neuauflage der Bedarfspläne. Nutzen sie die Möglichkeit und setzen Sie ein klares Zeichen in Richtung Mobilitätswende! Verzichten sie auf den Weiterbau der A49!

Es ist falsch, in den nächsten Jahren gewaltige Geldbeträge in Straßenneubauten zu investieren, von denen die meisten nach der unverzichtbaren Mobilitätswende nicht mehr gebraucht werden. Planungsdinosaurier wie die A 49 werden nicht mehr gebraucht. Ihr Bau bindet dringend nötige Haushaltsmittel. Sie müssen auf den Prüfstand, in Hessen und bundesweit. Wer heute noch meint, Wälder für Straßen roden zu müssen, hat den Ernst der Lage nicht erkannt. Für die Mobilität der Zukunft benötigen wir innovative Ideen, einen besseren ÖPNV, aber sicher nicht noch mehr Autobahnen, die naturnahe Wälder zerschneiden und zerstören. In Zeiten der Klimakrise brauchen wir unsere Wälder dringender denn je!

Daher fordere ich:

  • Stoppen Sie die Rodung des Dannenröder Waldes. Es braucht dringend ein Moratorium, um die Planungen für die Autobahn ändern zu können.
  • Stoppen Sie den Weiterbau der A 49. Es gibt sinnvollere Alternativen.
  • Streichen Sie die A 49 im neuen Bundesbedarfsplan 2021.
  • Stellen Sie den Autobahnausbau insgesamt auf den Prüfstand.
  • Beginnen Sie mit einer klimagerechten Verkehrspolitik.
  • Investieren Sie die frei gewordenen Gelder in den ÖPNV, um diesen dauerhaft attraktiver zu machen.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Name

Jetzt Protest-Mail senden

Eine gemeinsame Aktion von

Eine gemeinsame Aktion von BUND, Campact und Greenpeace