A Place To Bee

Die gemeinsame Geschichte von Biene* und Mensch ist eine Erfolgsge­schichte. Für unsere Ernährung sind die bestäubenden Insek­ten (über-)lebenswich­tig – und für die Ökosysteme unverzichtbar.

Doch hier und heute, genau jetzt, sind die Bienen in der Krise: Viele Imker*innen klagten letztes Frühjahr über einen überdurchschnittlichen Verlust an Bienenvöl­kern. Wildbienenarten verschwinden noch drama­tischer. In Deutschland sind mittlerweile 197 Wildbienenarten gefährdet und 31 Arten vom Aus­sterben bedroht. Und das ist kein Zufall, sondern eine Entwicklung, die sich verstetigt. Die industrielle Landwirt­schaft, Flächenversiege­lun­gen, der großflächige Einsatz von Pestizi­den, aber auch der Hausgebrauch mit freiverkäuflichen Mitteln aus dem Baumarkt nehmen den Bienen die Lebensräume, lassen sie Hunger leiden und greifen ihr Nervensystem und Immunsystem an.

Einen ersten Erfolg haben wir bereits errun­gen: Der Koalitionsver­trag von CDU/CSU und SPD hat auf Druck des BUND und seiner Verbündeten den Auftrag für ein "Aktionspro­gramm Insekten­schutz" erteilt. Nun brauchen der BUND und die Aurelia-Stiftung Ihre Unterstützung, damit dieses Programm nicht nur ein Papiertiger wird! Der Aktionsplan für Bienen und andere Bestäuber rettet auch viele andere Insektenarten.

Senden Sie eine Mail und appellieren Sie an Landwirtschaftsministerin Klöckner und Umweltministerin Schulze, das Insektensterben zu stoppen und den Aktionsplan umzusetzen!

Helfen Sie, dass Deutschland ein Ort für Bienen bleibt!

Sehr geehrte Frau Schulze, sehr geehrte Frau Klöckner,

in Deutschland geht das Vorkommen von Bienen, die seit jeher als Bestäuber eine lebenswichtige Funktion für unsere Ernährung haben, drastisch zurück. Dieser für den Men­schen wie für die Ökosyste­me gefährliche Trend muss sofort gestoppt werden. Seine Ursachen sind klar identi­­fizier­bar: die industrielle Landwirtschaft, der großflächige Einsatz von Pestiziden, Monokulturen, Flä­chen­ver­siege­lungen und der Ver­lust von Lebensräumen.

Es müssen dringend Maßnahmen ergriffen werden, um das Bienensterben aufzuhalten:

  • das Verbot von bienengefährdenden Pesti­zi­den wie Glyphosat und aller Neonikoti­noide
  • der Schutz von vorhandenen Lebensräu­men für Bienen und Wildbienen, das Wiederherstel­len und die Schaf­fung neuer Lebensräume als Biotopverbund
  • die Umge­staltung der konventionellen zu einer bäuer­lichen, ökolo­­gischen Landwirtschaft mit bienenfreund­lichen, vielfältige Frucht­fol­gen, Mischkul­turen und dem Einsatz von Nützlingen
  • die Reform des Zulassungsverfahrens für Pestizide
  • das Fördern der Forschung zum Pestizidein­­satz, mehr Bie­nenexpert*innen auf allen Ebenen sowie die Einfüh­rung von Lang­zeit-Monitorings von Bienen und anderen Insekten.

Der BUND und die Aurelia-Stiftung haben diese und weitere Maßnahmen zu einem "Nationalen Bienenaktionsplan" erarbeitet. Es freut mich, dass im Koalitionsprogramm ein "Aktionsplan Insektenschutz" verankert wurde. Jetzt kommt es auf Sie als Ministerin darauf an, diesen Aktionsplan mit konkreten Maßnahmen zu füllen. Ich bitte Sie, sich für zügige, weitreichende, effektive und sofortige Maßnahmen einzusetzen. Die Zukunft der Bienen ist unsere gemeinsame Zukunft. Nur durch schnelles und engagiertes Handeln werden wir die Bienen retten können.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Name

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* dazu gehören die Honigbienen und die Wildbienen. In Deutschland gibt es ca. 560 Wildbienenarten, die meist solitär leben. Aber auch die ca. 30 staatenbildenden Hummelarten zählen zu den Wildbienen.

Logos Aurelia Stiftung und BUND